Der Nahost-Konflikt trägt seltsame Blüten. Hatte der Iran anfangs die Straße von Hormus als Faustpfand im Krieg mit Israel und den USA benutzt, so setzt US-Präsident Donald Trump die Meerenge nun unter „Privat-Verwaltung“. Schiffe, die aus dem Iran kommen und nicht-befreundete Staaten beliefern, droht er zu versenken. Starke Worte! Gestern fuhren schon mal vier chinesische Frachter und Tankschiffe durch, ohne dass es zu Zwischenfällen kam. Die EU hält sich mit Kritik zurück und stellt sogar selektive Hilfe in Sicht. Das Interesse dahinter ist klar: Brüssel möchte eine freie Fahrt in der Meerenge, damit die eh schon fragilen Lieferketten nach Europa nicht gänzlich zusammenbrechen. Neben Öl- und Gas landen somit auch wieder kritische Metalle in der Börsen-Intensivstation, die Preise steigen. Silber hatte im Januar eine seltsame Bewegung Richtung 120 USD vollzogen und hatte bis zum März fast 50 % korrigiert. Was vorher zu schnell aufwertete, steht jetzt vermutlich zu tief. Wo liegen die Trigger im Silbermarkt und welche Rolle spielen HighTech-Unternehmen dabei?

Silber im geopolitischen Abseits – Schon wieder stehen die Lieferketten im Raum

Der jüngste Ölpreissprung infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten zeigt erneut, wie schnell Energiepreise als systemischer Kostenfaktor in globale Lieferketten einsickern. Ein Anstieg des Ölpreises um rund 10–15 % erhöht typischerweise die Förder- und Transportkosten im Bergbau um etwa 3–5 %, was im Bergbau unmittelbar auf das Angebot durchschlägt. Historisch folgte Silber solchen Schocks mit einer Verzögerung von sechs bis zwölf Monaten, da industrielle Nachfrageverträge und Lagerbestände kurzfristig als Puffer wirken. Doch diese Läger sind seit der Januar-Bewegung auf über 120 USD leergefegt!

Aktuell liegt die weltweite Minenproduktion bei rund 820 bis 830 Millionen Unzen pro Jahr, während die Gesamtnachfrage bereits Werte von 1,15 bis 1,20 Milliarden Unzen erreicht hat, das ergibt nach Adam Riese ein strukturelles Defizit von etwa 300 bis 350 Millionen Unzen jährlich. Damit befindet sich der Markt im vierten aufeinanderfolgenden Jahr eines Angebotsdefizits, das kumulativ bereits mehr als 1 Milliarde Unzen aus Lagerbeständen absorbiert hat. Besonders relevant ist dabei die industrielle Nachfrage, die inzwischen über 55 % des Gesamtverbrauchs ausmacht und jährlich mit etwa 4 bis 6 % wächst. Allein der Photovoltaik-Sektor verbraucht derzeit rund 160 bis 180 Millionen Unzen Silber pro Jahr, mit Prognosen von über 220 Millionen Unzen bis 2028, was einem Nachfrageanstieg von fast 40 % entspricht. Parallel dazu steigen Verteidigungs- und Elektronikbudgets weltweit deutlich: Die globalen Militärausgaben haben zuletzt die Marke von 2,4 Bill. USD überschritten, wodurch der Bedarf an hochleitfähigen Materialien weiter zunimmt. Auf der Angebotsseite verschärft sich die Lage durch sinkende Erzgrade, die seit 2010 im Durchschnitt um etwa 25 % gefallen sind, während neue Minenprojekte heute häufig Investitionskosten von über 1 Mrd. USD erfordern. Wichtig zu wissen: 70 % der Silberproduktion stammt aus Nebenprodukten von Kupfer-, Blei- oder Zinkminen, wodurch das Angebot weniger flexibel auf steigende Preise reagieren kann.

Am Terminmarkt zeigt sich gleichzeitig eine ungewöhnlich hohe Hebelung: Das Verhältnis zwischen offenen Futures-Positionen und physischem Silber liegt zeitweise beim 80- bis 100-fachen des verfügbaren Lagerbestands. In Stressphasen kann bereits das Eindecken von 5 bis 10 % der Short-Positionen kurzfristige Preissprünge im zweistelligen Prozentbereich auslösen. Broker und Investmentbanken kalkulieren deshalb zunehmend mit einem strukturellen Bewertungswechsel, sobald die Lagerbestände unter kritische Schwellen von etwa 2 bis 3 Monaten Industriebedarf fallen. Die aktuellen Kursziele für Silber im Jahr 2026 variieren stark: Konservative Häuser sehen Niveaus um 50 bis 60 USD, während aggressive Szenarien bei anhaltendem Defizit Preise von 100 bis 130 USD je Unze modellieren. Der analytische Konsens liegt derzeit in einer Bandbreite von 65 bis 80 USD, das entspricht exakt der Trading-Range der letzten 2 Monate. Insgesamt spiegelt der aktuelle Preis aber einen Anstieg von über 150 % des gegenüber dem 5-Jahres-Durchschnitts wider. Vor diesem Hintergrund wird Silber zunehmend weniger als reiner Edelmetall-Trade betrachtet, sondern als strategischer Engpassrohstoff, dessen Preisbildung künftig stärker von realen Angebotslücken als von kurzfristigen Finanzmarktströmen bestimmt werden dürfte.

Prismo Metals – Silver King entwickelt sich zum möglichen Systemprojekt

Wegen auffällig guter Bohrresultate ist Prismo Metals (ISIN: CA74275P1071 | WKN: A2QEGD) zuletzt erneut in den Fokus geraten. Der Explorer befindet sich aktuell in einer strategisch spannenden Transformationsphase, in der Kapitalstruktur, Projektfokus und geologische Erkenntnisse gleichzeitig neu ausgerichtet werden. Ein zentraler Schritt war die vollständige Übertragung des Hot-Breccia-Kupferprojekts an Blade Resources Inc., wodurch Prismo rund 6,76 Mio. Aktien sowie 185.000 USD erhielt und nun etwa 24 % an Blade hält. Diese Struktur reduziert den eigenen Kapitalbedarf erheblich, während das Unternehmen weiterhin am Wertzuwachs eines potenziell großskaligen Kupferprojekts beteiligt bleibt. Gleichzeitig sichern Board-Mitspracherechte und Teilnahmeoptionen an künftigen Finanzierungen die strategische Position langfristig ab. Operativ verschiebt sich der Fokus damit klar auf das Kernprojekt Silver King in Arizona, das zunehmend als zentrales Werttreiber-Asset wahrgenommen wird.

Die erste Bohrphase am Silver-King-Projekt umfasste insgesamt 8 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 1.272 Metern und bestätigte in allen Fällen das zuvor modellierte geologische Zielsystem. Besonders bemerkenswert ist, dass sichtbare Silberminerale in mehreren Intervallen identifiziert wurden, darunter natives Silber sowie silberreiche Sulfide wie Freibergit und Stromeyerit. Historisch wurden auf dem Projekt bereits rund 6 Mio. Unzen Silber bei Gehalten von bis zu 61 Unzen pro Tonne gefördert, was die hohe metallurgische Qualität des Systems unterstreicht. Die aktuellen Bohrungen bestätigen, dass die oberen Bereiche des Systems weniger stark abgebaut wurden als ursprünglich angenommen, wodurch zusätzliches Ressourcenpotenzial entsteht. Gleichzeitig liefern die Ergebnisse eine solide Datengrundlage für eine zukünftige Ressourcenschätzung.

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf das tiefste Bohrloch SK-26-07, das bis auf 488 Meter Tiefe niedergebracht wurde und erstmals eine bislang unbekannte intrusive Einheit durchteufte. Dort wurden typische Indikatoren für ein mögliches Porphyr-System identifiziert, darunter potassische Alteration, disseminierter Pyrit sowie lokale Kupferminerale wie Chalkopyrit. Diese Beobachtungen deuten auf eine vertikale Metallzonierung hin, bei der sich oberflächennahe Silbervererzung in tieferen Zonen zu kupferdominierten Strukturen entwickeln könnte. Geologisch besonders relevant ist die Nähe zum nur rund 3,4 Kilometer entfernten Resolution Copper Deposit, einem der größten unerschlossenen Kupfervorkommen weltweit, betrieben von Rio Tinto und BHP. Diese regionale Einbettung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Silver King Teil eines größeren mineralisierten Systems sein könnte.

Aus Bewertungssicht entsteht daraus ein asymmetrisches Chancenprofil: Die Marktkapitalisierung bleibt typisch für einen frühen Explorer niedrig, während die geologische Upside durch neue Daten deutlich wächst. Entscheidend für die nächste Bewertungsstufe werden die anstehenden Laboranalysen der Bohrproben sein, deren Ergebnisse in den kommenden Wochen erwartet werden. Parallel plant das Management zusätzliche geophysikalische und geochemische Untersuchungen, um präzisere Zielzonen für eine zweite Bohrphase zu definieren. Sollte sich die Hypothese eines tieferen Kupfer-Porphyrsystems bestätigen, könnte sich das Projekt von einer reinen Silberstory zu einem deutlich größeren polymetallischen Explorationsszenario entwickeln. Für Investoren bedeutet dies eine klassische Early-Stage-Situation mit erhöhtem Risiko, aber bei einer Marktkapitalisierung von 10 Mio. CAD auch mit überdurchschnittlichem Hebel auf Explorationserfolge.

Aftermath Silver – Der kritische Dreifachhebel mit Silber, Kupfer und Mangan

Die nächste Silber-Opportunität liegt in Südamerika. Der dort ansässige kanadische Entwickler Aftermath Silver Ltd. (ISIN: CA00831V2057 | WKN: A2DMFN) entwickelt sich zunehmend von einem klassischen Explorer zu einem fortgeschrittenen Projektentwickler mit klaren operativen und geologischen Fortschritten. Im Mittelpunkt steht das Berenguela-Projekt im Süden Perus, eine polymetallische Lagerstätte mit einer aktuellen Ressourcenschätzung von über 50 Millionen Tonnen gemessenen und angezeigten Ressourcen. Darin enthalten sind mehr als 120 Millionen Unzen Silber, ergänzt durch bedeutende Kupfer- und Mangananteile sowie Zink – eine Größenordnung, die das Projekt bereits in die Liga substanzstarker Silberentwicklungen hebt. Die relativ homogene Verteilung der Gehalte über weite Teile der Lagerstätte verbessert die Planbarkeit potenzieller Minenlayouts, während höhergradige Zonen zusätzliche wirtschaftliche Flexibilität für einen möglichen frühen Abbau bieten.

Die jüngsten Bohrergebnisse liefern dazu harte Daten: Ein Intervall zeigte über 48,5 Meter hinweg 438 g/t Silber, kombiniert mit 2,22 % Kupfer und 24,9 % Mangan – Werte, die im globalen Vergleich klar im oberen Segment liegen. Eine weitere Bohrung traf 70 Meter mit 230 g/t Silber, 1,81 % Kupfer und 10,9 % Mangan, was sowohl Kontinuität als auch Mächtigkeit der Mineralisierung bestätigt. Solche Kombinationen sind besonders relevant für potenzielle Tagebaukonzepte, da sie stabile Erzflüsse und günstige Abraumverhältnisse unterstützen können. CEO Ralph Rushton bezeichnete diese Resultate als einige der stärksten aus mehreren Bohrphasen, was die geologische Erwartungshaltung deutlich erhöht hat.

Strategisch gewinnt Berenguela zusätzlich durch seine Metallstruktur an Bedeutung. Silber bleibt der Kernwerttreiber, doch Kupfer und insbesondere Mangan profitieren stark von Elektrifizierung, Batterietechnologie und Infrastrukturinvestitionen. Prognosen gehen von einem möglichen +50 % Anstieg der Kupfernachfrage bis 2040 aus, während gleichzeitig Angebotsdefizite im Millionen-Tonnen-Bereich erwartet werden. Diese Mehrmetall-Logik macht das Projekt für Investoren interessant, die auf mehrere strukturelle Rohstoffzyklen gleichzeitig setzen wollen. Aktuell läuft eine Vormachbarkeitsstudie, die zentrale Parameter wie CAPEX, OPEX, Metallausbeuten und Produktionsprofile quantifizieren soll und damit den Übergang zur möglichen Minenentwicklung vorbereitet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Produktion von Mangansulfat in Batteriequalität, einem stark wachsenden Zukunftsmarkt. Gleichzeitig sollen weitere Bohrprogramme die Ressource erweitern und zusätzliche hochgradige Zonen definieren.

Die infrastrukturelle Lage unterstützt die Wirtschaftlichkeit zusätzlich: Strom, Wasser und Transportanbindung bis zum Pazifikhafen Matarani sind vorhanden und könnten die Entwicklungskosten deutlich senken. Zudem profitiert das Projekt von einer etablierten Bergbauinfrastruktur mit qualifizierten Arbeitskräften. Finanziell ist das Unternehmen mit rund 20 Mio. CAD frischem Kapital gut ausgestattet, während die Marktkapitalisierung von etwa 270 Mio. CAD bereits ein starkes Wachstum widerspiegelt, aber noch keine volle Entwicklungsbewertung einpreist. Für Investoren ergibt sich damit ein Entwicklungsprofil mit klar messbaren Katalysatoren: Weitere Bohrergebnisse, die laufende Vormachbarkeitsstudie und potenzielle Ressourcenerweiterungen. Sollte sich die Wirtschaftlichkeit bestätigen, könnte Berenguela in die Kategorie strategisch relevanter Silber-Kupfer-Mangan-Projekte aufsteigen. Das Researchhaus Redcloud vergibt ein „Kauf“-Rating mit Kursziel 1,30 CAD. Hier warten also mehr als 60 % Potenzial!

Oracle und SAP – Ein Rebound der ausgebombten Publikumslieblinge steht an

Was für ein Move! Gestern konnte Oracle (ISIN: US68389X1054 |WKN: 871460) einen Anstieg von über 10 % verzeichnen. Tech-Investoren haben nach dem jüngsten Abverkauf wieder gezielt nach „überverkauften“ KI- und Cloud-Werten gesucht. Oracle gehörte dabei zu den größten Nachzüglern mit entsprechend starkem Rebound-Potenzial. Das Unternehmen stellte neue KI- und Cloud-Funktionen vor, u. a. Erweiterungen in der Projektsoftware Aconex. Diese Updates wurden vom Markt als Signal gewertet, dass Oracle seine KI-Strategie doch schneller vorantreibt als zuletzt befürchtet. Anleger atmeten kräftig durch, denn nach einer extremen Aufwärtsbewegung im Zuge des KI-Booms in2025 kam es zuletzt zu einer scharfen Korrektur, bei der ein erheblicher Teil der zuvor aufgebauten Kursgewinne wieder abgegeben wurde. Die ursprüngliche Euphorie basierte auf der starken Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur und KI-fähigen Rechenkapazitäten, die dem Unternehmen zunächst eine strategisch günstige Position im globalen Wettbewerb verschaffte.

Doch die massiven Investitionen in neue Rechenzentren und Infrastrukturprojekte haben die Bilanz deutlich belastet. Innerhalb kurzer Zeit summierten sich die Ausgaben auf enorme Größenordnungen, während gleichzeitig die Verschuldung spürbar anstieg. Diese Entwicklung führte zu einer Neubewertung durch den Kapitalmarkt: Statt reiner Wachstumsfantasie rücken nun zunehmend Finanzierungsrisiken und Margendruck in den Fokus. Entsprechend kam es zu deutlichen Kursrückgängen und einer Phase erhöhter Unsicherheit. Mit der gestrigen Initialzündung scheint wieder etwas Zuversicht zurückzukehren, da die Nachfrage nach KI- und Cloud-Diensten strukturell hoch bleibt. Auch die Analystengemeinschaft zeigt sich wieder etwas konstruktiver, wenngleich die Einschätzungen weiterhin breit streuen. Die Experten auf der Plattform LSEG Refinitiv sind sich einig: 31 von 44 Analysten votieren mit Kauf, das gibt ein durchschnittliches 12-Monats-Kursziel von 246 USD, also gut 50 % über dem aktuellen Kurs. CEO Larry Ellison kann also sein nächste Segeltour planen!

Der deutsche Softwarekonzern SAP (ISIN: DE0007164600 | WKN: 716460) aus Walldorf befindet sich seit Monaten in einer ausgeprägten Korrekturphase. Noch im Frühsommer 2025 notierte die Aktie nahe 275 EUR, inzwischen hat sich der Kursniveau nahezu halbiert und der Wert pendelt um die Marke von 145 EUR – ein Rückgang, der ohne nennenswerte Gegenbewegung erfolgte. Trotz insgesamt solider Geschäftszahlen reagieren internationale Marktteilnehmer zunehmend kritisch, insbesondere mit Blick auf die im Vergleich zur Konkurrenz verhaltene Dynamik im Cloud-Segment. Auch im Bereich künstliche Intelligenz gelingt es dem Unternehmen bislang nur begrenzt, mit der hohen Innovationsgeschwindigkeit der globalen Tech-Elite Schritt zu halten.

Gleichzeitig bleibt die Bewertung aus fundamentaler Sicht durchaus diskussionswürdig. Für das Geschäftsjahr 2026 wird ein Gewinn je Aktie von rund 7,19 EUR erwartet, nach 6,14 EUR im Vorjahr. Daraus ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis 2026e von etwa 19,9, was im historischen Vergleich nicht übermäßig hoch wirkt, insbesondere wenn man ein erwartetes Umsatzwachstum von rund 10 % sowie ein Gewinnplus im Bereich von 17 % berücksichtigt. Ende April steht die Veröffentlichung der Quartalszahlen an, die als wichtiger Gradmesser dienen dürfte, ob die mittelfristigen Erwartungen tatsächlich erreichbar bleiben. Auffällig ist zudem, dass ein Großteil der Analysten weiterhin optimistisch bleibt: Rund zwei Drittel der beobachtenden Experten auf der Plattform LSEG Refinitiv sehen deutliches Aufwärtspotenzial bis 236 EUR, rund 65 % über der gestrigen Marke.

Und was hat das ganze mit Silber zu tun? Ein oft unterschätzter Aspekt im Kontext dieser gesamten Hightech-Entwicklung ist die wachsende Bedeutung von industriell genutzten Rohstoffen wie Silber. Das Edelmetall spielt längst nicht mehr nur in Schmuck oder Wertspeicherung eine Rolle, sondern ist ein zentraler Bestandteil moderner Technologie. Besonders in Halbleitern, Hochleistungsrechnern, Serverarchitekturen und Komponenten für KI-Rechenzentren wird Silber aufgrund seiner außergewöhnlich hohen elektrischen Leitfähigkeit eingesetzt. Auch in der Photovoltaik gewinnt es weiter an Bedeutung, da nahezu jede Solarzelle auf silberhaltige Kontakte angewiesen ist. Der strukturelle Nachfrageüberhang sorgt dafür, dass Silber zunehmend als strategischer Rohstoff im Hintergrund der digitalen Transformation gesehen wird, eng verknüpft mit genau jenen Technologien, die die Entwicklung von Software- und Cloud-Unternehmen derzeit prägen.

Fazit

Im Silbermarkt spricht vieles dafür, dass sich technisch ein belastbarer Boden im Bereich um 60 USD herausgebildet hat. Vor dem Hintergrund struktureller Angebotsdefizite und einer anhaltend robusten Industrienachfrage – insbesondere aus Technologie- und Energiewendebereichen – bleibt dar Investment Case für Silber grundsätzlich intakt. Neben bereits gut gelaufenen Large Caps rücken zunehmend auch kleinere Explorationsfirmen in den Fokus, die als gehebelte Wetten auf einen intakten Rohstoffzyklus gelten. Unternehmen wie Prismo Metals oder Aftermath Silver bieten hier überdurchschnittliches Kurspotenzial, da sie in Aufschwungphasen erfahrungsgemäß deutlich stärker reagieren als etablierte Produzenten. Ergänzend dazu gewinnen nach den jüngsten Korrekturen auch ausgewählte Hightech-Titel wieder an Attraktivität, sofern sie auf gedrücktem Bewertungsniveau gehandelt werden. Eine ausgewogene Kombination aus stabilen Minenbetreibern und dynamischen Explorern ermöglicht damit ein fokussiertes, aber breit wirksames Engagement entlang der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette.

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