Das vielbeachtete World Economic Forum (WEF) in Davos ging kürzlich zu Ende. Wie schon letztes Jahr wurden auch dort die Zukunftsaussichten der Blockchain Technologie und die der Kryptowährungen heftig diskutiert und thematisiert.

Die Meinungen waren konträr. Generell äußersten sich viele Experten aus unterschiedlichsten Bereichen positiv über die Zukunft der Blockchain Technologie. Im Gegensatz dazu gab es zur weiteren Entwicklung der Kryptowährungen viele kritische und negative Stimmen.

Die in Bezug auf Blockchain bedeutendste Entwicklung und Ankündigung am World Economic Forum war die Gründung eines weltweiten WEF Blockhain Rates. Die Gruppe soll als Denkfabrik für die Politik dienen, damit diese dem Fortschritt der Innovation folgen kann. Der Rat wird sich aus Regierungs- und Industrievertretern zusammensetzen. Die Geschäftsführerin von BitPesa, Elisabeth Rossiello, wurde dabei zur Vizevorsitzenden des Rates berufen.

BitPesa ist eine auf Blockchain basierende Überweisung-Plattform mit Hauptsitz in Kenia. Sie ermöglicht es ihren Kunden, vornehmlich in Afrika schnell, einfach und günstig Gelder über die Landesgrenzen hinaus zu verwalten. Da die afrikanische Wirtschaft überproportional stark wächst, das Bankwesen aber immer noch äußerst ineffizient und kompliziert ist, gilt BitPesa als sehr vielversprechend.

Im Mai 2019 wird sich der WEF Blockchain Rat zum ersten Mal in San Francisco treffen und seine Arbeit beginnen.

Außerdem veröffentlichte in Davos der Global Blockchain Business Council (GBBC) einen wichtigen Blockchain Report. Eine Kernthese des Reports ist die Aussage, dass 40% aller institutionellen Investoren Blockchain als bedeutendste Innovation seit dem Internet sehen. 38% sind der Überzeugung, dass sie ihren Investoren in den nächsten fünf Jahren eine Blockchain Lösung liefern müssen.

Jamie Dimon, CEO der Investment Bank JP Morgan Chase und einer der heftigsten Kritiker von Kryptowährungen, sieht die Blockchain Technologie als wichtiges zukünftiges Einsatzgebiet für online Datenbanken. Im Bezug auf Kryptowährungen bleibt er aber weiterhin extrem kritisch.

Heftige Kritik an Kryptowährugen

Kryptowährungen wurden am World Economic Forum mehrheitlich kritisiert. Jeff Schumacher, der Gründer von BCG Digital Ventures, ein Unternehmen, das in die Blockchain Technologie investiert, zweifelt am Erfolg von Kryptowährungen. Er ist der Überzeugung, dass der Bitcoin (BTC) eine Pseudo-Währung sei und bald auf einen Wert von Null fallen dürfte.

Auch der CEO von PayPal Dan Schulman glaubt nicht an den Bitcoin. Er ist der Meinung das die Währung sich nicht als allgemeines Zahlungsmittel eignet und somit keine Zukunft hat.

Zusammenfassen kann man die Stimmung am WEF wohl am besten so: Blockchain – TOP, Kryptowährungen – FLOP.

Verfasst von Nils Glasmachers

Nils Glasmachers ist gelernter Kaufmann und seit dem Jahr 2003 an der Börse engagiert. Er verfolgt seit 2007 intensiv den Rohstoffsektor und hat sich seit dem kontinuierlich im Minensektor weitergebildet. Als Gründer startete er im Juni 2012 das Projekt Miningscout und ist heute als Herausgeber, Redakteur und Veranstaltungsorganisator für die hanseatic stock publishing UG aktiv.

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