Seit Jahren versuchen Notenbanker mit Zinssenkungen den Wachstumsmotor am Laufen zu halten. Der wohl bekannteste unter den „Tauben“ war Alan Greenspan, der nun im stolzen Alter von 100 Jahren verstorben ist. Er neigte dazu, die Zinsen relativ niedrig zu halten und flutete die Märkte in Krisen wie dem Schwarzen Montag 1987, der Dotcom-Blase oder nach Nine Eleven 2001 rasch mit Liquidität. Die daraus resultierende, dovishe Politik des billigen Geldes – im Gegensatz zu hawkish – wird von vielen Experten als Mitursache der Finanzkrise von 2008 gesehen. Bis Mitte 2003 sank die Fed-Funds-Rate sogar auf das historische Tief von 1% und verweilte dort ein ganzes Jahr. Aktuell bewegen sich die Leitzinsen zwischen 3,50 und 3,75 %. Da die Kerninflation mit 2,9 % hartnäckig bleibt, hat die Fed signalisiert, dass der Kurs vorerst restriktiv bleibt. Das Inflationsthema lenkt die Aufmerksamkeit der Investment-Community immer wieder auf Gold. Nach einem historischen Hoch von über 5.400 USD kommt es aktuell zu einigen technischen Korrekturen. Wer jetzt die Augen offen hält entdeckt begünstigte Förderzonen, goldgeränderte Lagerstätten und eine Gesamtmarkt-Liquidität, die die großen Bergbaukonzerne über die Zukunft nachdenken lässt. Der Schlüssel zu mehr Förderung und einer spürbaren Margenausdehnung liegt im Goldgürtel von Afrika. Hier sollte in den nächsten Monaten viel in Richtung Übernahme passieren. Wir analysieren wo!

Kerninflation bleibt hoch – Notenbank-Chef Kevin Warsh steht vor Monsteraufgabe

Der Tod von Alan Greenspan markiert das Ende einer geldpolitischen Ära, deren Auswirkungen die globalen Finanzmärkte bis heute prägen. Über fast zwei Jahrzehnte galt der langjährige Fed-Chef als Symbol für eine Notenbankpolitik, die zwischen Wirtschaftswachstum, Finanzmarktstabilität und Preisstabilität vermitteln musste. Sein Vermächtnis lebt in einer Zeit fort, in der genau dieser Balanceakt schwieriger erscheint als jemals zuvor. Kevin Warsh, der im Mai 2026 das Ruder der US-Notenbank übernahm, gilt als Falke. Er hat nun die finale Verantwortung für eine Institution, die vor widersprüchlichen Anforderungen steht. Denn die US-Wirtschaft zeigt zwar weiterhin Wachstum, gleichzeitig mehren sich jedoch Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung. Erschwerend bleibt die Inflation hartnäckiger als viele Ökonomen noch vor wenigen Quartalen erwartet hatten. Besonders die Kerninflation, die als wichtiger Gradmesser des zugrunde liegenden Preisdrucks gilt, bewegt sich weiterhin auf einem Niveau, das den geldpolitischen Handlungsspielraum begrenzt. Hier liegt nun die Herausforderung für einen Newcomer, der sich im internationalen Ansehen natürlich erst Respekt verdienen muss, will er nicht als Gallionsfigur der Trump-Administration wahrgenommen werden.

Senkt er die Zinsen zu früh, droht eine neue Inflationswelle. Hält er die Geldpolitik dagegen zu lange restriktiv, könnte sich die wirtschaftliche Dynamik deutlich abschwächen. Damit steht Warsh potenziell vor derselben Grundfrage, die bereits Greenspan über Jahre beschäftigte: Wie lässt sich Wachstum fördern, ohne die Preisstabilität zu gefährden? Gelingt Kevin Warsh dieser vielseitige Balanceakt nicht, dürfte Gold zu den größten Gewinnern eines Umfelds zählen, in dem reale Kaufkraft und Vertrauen in Papiergeld erneut zu den zentralen Themen der Finanzmärkte werden. Für die Kapitalmärkte gewinnt diese Fragestellung enorme Bedeutung, denn sie entscheidet letztlich über langfristige Allokation von Vermögen. In einem Umfeld strukturell erhöhter Inflation geraten klassische Geldanlagen zunehmend unter Druck, auch wenn die Hyper-Hausse im Bereich Künstliche Intelligenz, HighTech, Robotik und Halbleiter als neues Long-Paradigma für die nächsten Jahrzehnte herhalten muss.

Gold rückt jetzt auf dem korrigierten Niveau wieder stärker in den Fokus institutioneller Investoren, Zentralbanken und privater Anleger. Das Edelmetall besitzt zwar keine laufenden Erträge, bietet jedoch einen entscheidenden Vorteil: Es kann nicht beliebig vermehrt werden und entzieht sich weitgehend den Risiken einer expansiven Geldpolitik. Historisch entwickelte sich Gold besonders stark in Phasen, in denen die Inflation höher ausfiel als erwartet oder die Glaubwürdigkeit der Notenbanken auf die Probe gestellt wurde. Sollten die Kerninflationsraten in den kommenden Jahren erhöht bleiben, während die FED zugleich versucht, die Konjunktur zu stabilisieren, könnte ein klassisches Bullen-Gold-Szenario entstehen. Zusätzlichen Rückenwind liefern rekordhohe Staatsdefizite, steigende Refinanzierungsbedarfe vieler Regierungen sowie geopolitische Spannungen, welche weltweit für Unsicherheit sorgen. Auffällig bleibt, dass gerade Zentralbanken aus dem Bereich der BRICS und weniger US-dominierten Gefilden ihre Goldreserven weiter ausbauen und schrittweise ihre Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren. Es lohnt ein vertiefter Blick, wo sich diese Dynamik entfalten könnte!

Barrick Mining, B2Gold und Endeavour Mining – Starke Margen und Abspaltungsfantasie

Afrika bleibt für Goldinvestoren ein Kontinent der großen Gegensätze: Top-Lagerstätten, niedrige Förderkosten und Übernahmefantasie auf der einen Seite. Politische Risiken, Steuerdebatten und operative Unsicherheiten auf der anderen. Dort kreuzen sich die Wege von großen Produzenten und aussichtsreichen Rohstoff-Explorern. Während die sogenannten „Majors“ ihre Schürfstellen ständig ausweiten müssen, um ihr Produktionsniveau auch nur zu halten, stehen die „Juniors“ mit ihren geologisch untermauerten Bohrprogrammen im Fokus. Beide Seiten halten die Augen hinsichtlich ihrer Projekte offen, während die Inflation weltweit Kapriolen schlägt. Für den Goldsektor entsteht dadurch ein bemerkenswertes Umfeld, denn anhaltend hohe Kerninflationsraten und steigende Staatsverschuldungen stärken die Attraktivität des Edelmetalls als Wertspeicher.

Derzeit interessant ist die Positionierung von Barrick Mining (ISIN: CA06849F1080 | WKN: A417GQ). Der Konzern treibt seine Strategie voran, ausgewählte Vermögenswerte organisatorisch neu aufzustellen, um den Wert seines Portfolios sichtbarer zu machen. Das Management unter Ex-CEO Mark Bristow war mit einer Neu-Aufstellung des Konzerns verbunden. Er hat während seiner rund siebenjährigen Amtszeit an der Spitze bis zu seinem plötzlichen Abgang im September 2025 das Unternehmen grundlegend restrukturiert und zu einem der weltweit führenden Bergbaukonzerne geformt. Dabei reduzierte er die Nettoverschuldung um 4 Mrd. USD und schüttete gleichzeitig 6,7 Mrd. USD an die Aktionäre aus. Unter dem neuen CEO Mark Hill konzentriert sich das Unternehmen nun verstärkt auf Tier-1-Vermögenswerte in Nordamerika und bereitet für Ende 2026 den Börsengang seiner nordamerikanischen Assets vor. Gleichzeitig bleiben Afrika mit Groß-Projekten in Tansania und Asien mit Reco-Diq in Pakistan wesentliche Bausteine der langfristigen Wachstumsstrategie. Barrick Mining wird wegen anhaltender Probleme in Mali seit einigen Jahren mit einem Abschlag zum inneren Wert gehandelt. Anleger sind nun gespannt auf die überfällige Wertaufhellung, die die geplante Eigenständigkeit nordamerikanischer Minen in Gang setzen könnte. Analysten auf der Plattform LSEG messen Barrick Mining einen fairen 12-Monats-Wert von 82 CAD zu, rund 44 % Potenzial für den Gold & Kupfer-Riesen. Nach der jüngsten Korrektur durchaus für Nachkäufe geeignet.

Auch B2Gold (ISIN: CA11777Q2099 |WKN: A0M889) steht im Zentrum des Anlegerinteresses. Trotz der bekannten politischen Herausforderungen in Mali beweist das Unternehmen weiterhin operative Stärke und profitiert von vergleichsweise wettbewerbsfähigen Förderkosten. Die Fekola-Mine bleibt dabei ein zentraler Cashflow-Motor. Nachdem sich die Spannungen mit der Militär-Regierung in Mali etwas mäßigen, sollten zusätzliche Erweiterungen die Lebensdauer des Projekts verlängern. Mali bleibt jedoch eine Wild Card, für Investoren ist daher entscheidend, dass B2Gold selbst in einem anspruchsvollen geopolitischen Umfeld hohe freie Mittelzuflüsse generieren kann. Mit dem erfolgreichen Start der Goose Mine im Back River Gold District (Nunavut) erhöht sich die Förderleistung von rund 800.000 Unzen in 2024 schrittweise auf 820.000 bis 970.000 Unzen in 2026 mit weiterem Hochlauf in den Folgejahren. So soll allein die Goose-Mine in den Jahren 2027–2031 durchschnittlich über 310.000 Unzen pro Jahr produzieren. Die Inbetriebnahme der unterirdischen Mine „Antelope“ in Namibia wird die dortige Produktion ab 2027 ebenfalls um rund 110.000 Unzen jährlich anheben. Mit einem KGV 2026e von 5,6 ist B2Gold einer der günstigsten Mid-Tier Produzenten auf der Gold-Kurstafel.

Endeavour Mining plc (ISIN: GB00BL6K5J42 | WKN: A3CSCF) wiederum, gilt als einer der führenden Goldproduzenten Westafrikas. Nach einer Phase intensiver Restrukturierungen und Führungswechsel konzentriert sich das Management verstärkt auf operative Exzellenz, Kostenkontrolle und die Optimierung bestehender Minen. Projekte in Côte d’Ivoire, Burkina Faso und Senegal bilden dabei das Rückgrat der Produktion. Mit einer Marktkapitalisierung von 11,4 Mrd. EUR ist Endeavour doppelt so hoch bewertet wie B2Gold, förderte im Jahr 2025 mit 1,21 Mio. Unzen aber nur 50 % mehr Gold aus dem Boden. Anleger honorieren die Fähigkeit des Unternehmens, auch unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen stabile Ergebnisse zu erzielen. Nach einer 3-jährigen Aufwertungsphase des britischen Konzerns kam es zu einer Verdreifachung des Aktienkurses von rund 22 EUR auf 65 EUR im März 2026. Nach einer dreiwelligen Korrektur steht der Wert nun bei 44,60 EUR, das zuvor zweistellige KGV sinkt für 2026e auf Werte um 7,5. Das ist nicht teuer, Analysten aufd er Plattform LSEG setzen ein 12-Monats-Kursziel von durchschnittlich 106 CAD, auch hier ein Potenzial von rund 40 % auf dem Papier.

Afrika bleibt trotz aller Risiken einer der wichtigsten Schauplätze für die nächste Wachstumswelle der globalen Goldindustrie. Wer relativ stabile Depotstrukturen schaffen möchte, investiert in einen Mix aus etablierten Produzenten und spannenden Explorern.

Zodiac Gold – Neues Westafrika-Potenzial in Liberia auf dem Radar

Im west-afrikanischen Liberia stoßen interessierte Investoren auf den ansässigen Explorer Zodiac Gold (ISIN CA98980T1049 | WKN A3EKSC). Das Unternehmen entwickelt sich dort zu einem potenziellen Ressourcenentwickler mit Distriktcharakter. Im Zentrum steht das Todi-Goldprojekt mit einer Fläche von 418 km², das sich in unmittelbarer Nähe zu Straßen, Hafenanlagen und internationaler Infrastruktur befindet. Ein Standortvorteil, der spätere Investitions- und Betriebskosten deutlich reduzieren kann. Spannend ist die systematische Erschließung eines außergewöhnlich großen Landpakets in einem Land, dessen Bergbausektor bereits rund 25 % der Wirtschaftsleistung und etwa 60 % der Exporte erwirtschaftet. Mit insgesamt 2.316 km² an Explorationslizenzen kontrolliert Zodiac eine der größten zusammenhängenden Rohstoffpositionen entlang der produktiven Todi-Scherzone.

Auffälligkeiten zeigt die geologische Entwicklung entlang des sogenannten Monterra-Trends, eines rund 16 Kilometer langen mineralisierten Korridors zwischen Arthington und Youth Camp. Dort gelang in 37 von 39 Bohrungen der Nachweis von Goldmineralisierung, meint eine außergewöhnliche Trefferquote von nahezu 95 %. Die jüngsten Bohrungen lieferten dabei nicht nur Breite, sondern auch Gehalt. Zu den stärksten Abschnitten zählen unter anderem 18 Meter mit 4,67 g/t Gold, 9,65 Meter mit 7,5 g/t Gold sowie 6 Meter mit 10,6 g/t Gold. Weitere Resultate bestätigten 30 Meter mit 1,24 g/t Gold und hochgradige Einzelabschnitte mit Spitzenwerten von bis zu 25,1 g/t Gold. Solche Ergebnisse deuten auf die mögliche Kombination aus großvolumiger Mineralisierung und höhergradigen Kernzonen hin. Eine Mischung, die für spätere Wirtschaftlichkeitsstudien von erheblicher Bedeutung sein kann. Frühe Investoren werden das Projekt daher nicht aus den Augen verlieren. Aktuell beträgt der Management- und Insider-Anteil rund 42 %.

Die jüngsten Arbeiten im Ben-Ben-Gebiet erweitern das Bild zusätzlich. Dort wurde eine zusammenhängende Goldzone über rund 700 Meter Streichlänge abgegrenzt. Mehrere Grabenprofile bestätigten breite mineralisierte Bereiche, darunter 56 Meter mit durchschnittlich 0,40 g/t Gold sowie weitere Abschnitte von 54 Metern und 30 Metern Länge. Entscheidend ist weniger der Durchschnittsgehalt als vielmehr die Kontinuität der Mineralisierung, die auf ein großräumiges hydrothermales System hindeutet. Insgesamt umfasst das laufende Programm 14.000 Meter Diamantbohrungen sowie weitere 3.600 Meter an Schürfgräben. Ziel ist die Veröffentlichung einer ersten Ressourcenschätzung im vierten Quartal 2026. Intern wird eine Ressourcengröße von mehr als 1 Mio. Unzen Gold als kurzfristiger Meilenstein angestrebt.

Mit solchen Daten stehen die Investoren Schlange. Aufgrund hoher Investorennachfrage erhöhte das Unternehmen seine Kapitalmaßnahme mehrfach und strebt nun einen Mittelzufluss von bis zu 5,6 Mio. CAD an. Die Aktienzahl steigt nach der Maßnahme auf etwa 182 Mio. Stück und bewertet das dynamische Unternehmen mit rund 62 Mio. CAD. Das aktuelle Explorationsprogramm wäre damit weitgehend finanziert und der erhöhte Kontostand bietet ausreichend Spielraum für zusätzliche Bohrungen. Gemessen an der niedrigen Marktkapitalisierung bewertet der Markt die Gesellschaft derzeit noch deutlich unter vielen fortgeschrittenen Goldentwicklern mit vergleichbarer Projektgröße. Zusätzliche Fantasie entsteht durch die Eisenerzaktivitäten des Unternehmens. Die Projekte Bomi South und Bong West umfassen zusammen rund 1.898 km² und liegen entlang historischer Eisenerzvorkommen mit dokumentierten Ressourcen von 11,1 Mio. Tonnen bei durchschnittlich 36,36 % Eisengehalt. Das langfristige Explorationspotenzial wird auf mehr als 200 Mio. Tonnen geschätzt.

Im Vergleich mit seinen Peers positioniert sich Zodiac zwischen weiter entwickelten Projekten wie Pasofino Gold mit 3,3 Mio. Unzen und noch sehr frühen Explorern wie Hamak Strategy. Der entscheidende Unterschied ist das klar formulierte Ziel eines zusätzlichen Potenzials von mehr als 1 Mio. Unzen, das dem Markt kurzfristig einen greifbaren Katalysator liefert. Alla long erwartet das Management eine Entwicklung auf über 2 Mio. Unzen, dafür ist aber noch ein langer Weg zu gehen. Hervorzuheben ist das Management um CEO David Kol, der auf mehr als 20 Jahre Erfahrung an den Kapital- und Rohstoffmärkten und auf über 15 Jahre Westafrika-Kompetenz zurückblickt. Mit der Wahl zum Vizepräsidenten der Liberia Chamber of Mines im April 2026 stärkt Kol die operative und politische Vernetzung des Unternehmens in einem wichtigen Branchennetzwerk. Sehr aussichtsreich!

Alpha Exploration – Die goldgeränderte Multi-Asset-Wiederentdeckung in Eritrea

Im Nordosten des Kontinents begegnen wir Alpha Exploration (ISIN: VGG3198S1074 |WKN: A3DLBX) inmitten des Arabisch-Nubischen Schilds. Hier in Eritrea, positioniert sich das Unternehmen im Wissen um den 1,8 Mrd. USD Gold-Exit aus dem Jahr 2018. Damit entsteht eine neue spannende Gold- und Kupfergeschichte im stark untererforschten Gebiet am Horn von Afrika. Wie mehrfach kommuniziert, geht es dem Management dabei primär um ein klar kapitalmarktorientiertes Modell der Entdeckung, Ressourcendefinition und späteren Wertrealisierung über mögliche M&A-Exits. Kontrolliert wird das 514 km² große Kerkasha-Projekt, eine der geologisch aussichtsreichsten, aber bislang wenig systematisch erschlossenen Zonen weltweit. Im Zentrum steht das Aburna-Goldsystem, das sich über ein rund 7,2 mal 2 Kilometer großes Mineralisierungsfenster erstreckt und bereits in frühen Bohrphasen außergewöhnliche Gehaltsprofile zeigte. Dazu zählen unter anderem 18 Meter mit 15,33 g/t Gold, 16 Meter mit 14,07 g/t Gold sowie 49 Meter mit 2,75 g/t Gold, was im globalen Vergleich klar im gefragten, hochgradigen Segment liegt.

Die geologische Signatur wird durch eine bemerkenswerte Kontinuität gestützt, da bislang rund 20 % des Zielkorridors systematisch gebohrt wurden und dennoch mehrere Zonen mit wiederkehrender Mineralisierung bestätigt sind. Einzelne Bohrungen trafen Goldsysteme in Tiefen von über 150 Metern, was auf ein vertikal entwickeltes hydrothermales System hindeutet. Ergänzend dazu zeigt metallurgische Testarbeit Ausbringungsraten von bis zu 91,9 %, was die potenzielle wirtschaftliche Umsetzbarkeit des Materials unterstreicht. Alpha hat im gesamten Lizenzgebiet über 20 neue Zielzonen identifiziert, von denen mehrere als eigenständige Multimillionen-Unzen-Systeme interpretiert werden. Auch das Kupfer-Gold-Porphyrsystem Anagulu liefert zunehmend skalierbare Signale. Dort wurde ein mineralisierter Körper über mindestens 120 Meter nachgewiesen, inklusive Abschnitten mit 0,38 % Kupfer und 0,66 g/t Gold. Das gesamte Zielsystem erstreckt sich inzwischen über etwa 4 mal 2 Kilometer, womit Alpha eines der wenigen Unternehmen mit bestätigter Porphyr- und Goldsystem-Kombination im Nubischen Schild darstellt. Ergänzend wurde in Tolegimja ein sulfidisches System mit Oberflächenwerten von bis zu 8,33 g/t Gold identifiziert, das bislang kaum in die Tiefe getestet wurde.

Für Investoren beeindruckend ist die Geschwindigkeit der Projektentwicklung in Relation zur Kapitalausstattung. In den letzten Finanzierungsrunden wurden insgesamt rund 7,52 Mio. CAD eingeworben, wobei allein die zweite Tranche 1,27 Mio. CAD umfasste. Realisiert wurde dies zu einem Ausgabepreis von 0,60 CAD je Einheit. Nach den kombinierten Maßnahmen liegt die aktuelle Marktkapitalisierung bei etwa 60 Mio. CAD, womit Alpha trotz mehrerer Entdeckungen noch im Early-Stage-Explorer-Segment bewertet wird. Ein Auge haben auch bekannte institutionelle Investoren wie Crescat Capital, Rick Rule und Ruffer auf Alpha geworfen, sie investieren typischerweise früh in große Lagerstätten mit ordentlichem Explorations-Hebel.

Operativ basiert die Strategie auf einem mehrstufigen Katalysatorpfad: Laufende Bohrprogramme, weitere Ressourcendefinitionen und insbesondere die für 2026 erwartete erste NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung für Aburna. Historisch betrachtet, zeigt der Vergleich mit der nahegelegenen Bisha-Mine, die 2018 für rund 1,8 Mrd. CAD verkauft wurde, welches monetäre Potenzial im regionalen Kontext realisierbar ist. Das Management verfügt dabei über direkte Erfahrung mit genau diesem Entwicklungszyklus und man möchte einen ähnlichen Erfolg gerne für sich verbuchen. Die vollständig finanzierte Explorationsphase erlaubt eine aggressive Weiterentwicklung mit mehr als 1.500 bis 2.000 Metern zusätzlicher Bohraktivität in einzelnen Kampagnen. Sollte die geplante Ressourcendefinition im Jahr 2026 die geologischen Erwartungen bestätigen, könnte Alpha schnell in eine deutlich höher bewertete Entwicklungsstory übergehen. Risikobewusste Investoren sollten den Fuß in der Tür haben!

Fazit

Afrika bleibt für Anleger im Edelmetallsektor ein hochspannender Hotspot, weil sich dort Rohstoffchancen, politische Risiken und internationale Kapitalströme eng überlagern. Die jüngsten Marktbewegungen wirken deshalb weniger wie bloße Unruhe, sondern eher wie ein Hinweis darauf, dass Angebot und Nachfrage an mehreren Stellen aus dem Gleichgewicht geraten. Schon kleine Veränderungen bei Produktion, Finanzierung oder Explorationsfortschritten können deshalb spürbare Kursreaktionen auslösen. Etablierte Produzenten wie Barrick Mining, B2Gold und Endeavour Mining stehen für operative Stärke, laufende Erträge und größere Planbarkeit sowie griffige Cashflows. Explorationswerte wie Zodiac Gold oder Alpha Exploration bieten dagegen die spekulativere Variante auf neue Ressourcen und deutliche Aufwertungen, sobald Bohrergebnisse oder Projektfortschritte überzeugen. Im Portfolio entsteht durch entsprechende Gewichtungen ein gesunder Mix mit diversifiziertem Risiko.

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