Der weltweit boomende Pharmamarkt versetzt Teile der Branche in Goldgräberstimmung. Werden bei den Big-Playern im laufenden Jahr weitere Fusionen und ein Übersteigen der Transaktionsmarke des letzten Jahres von 200 Milliarden US-Dollar erwartet, zählen in der langen Verwertungskette der Produkte besonders die Zulieferer- und Entwicklerfirmen zu den Gewinnern. Zu ihnen gehören die Lieferanten von Rohstoffen für medizinische Produkte, aber auch kleine Unternehmen, die mit der Entwicklung innovativer Arzneien und Behandlungsmethoden plötzlich einen Zugang zu einem gigantischen Markt erhalten.
Aktuelles Beispiel für die Entwicklungsaussichten für die Branche ist der afrikanische Kontinent. Der Umsatz der pharmazeutischen Industrie wuchs im Jahr 2013 in den afrikanischen Ländern auf 20,8 Milliarden Euro an. McKinsey geht davon aus, dass sich die Werte bis zum Jahr 2020 sogar verdoppeln oder verdreifachen werden auf bis zu 65 Milliarden Euro. Dieser Boom soll alle Marktsektoren der pharmazeutischen Industrie betreffen. Unzählige Zuliefererfirmen der Pharmaindustrie profitieren dann von dem wachsenden Markt. Ein Beispiel ist die Sartorius AG (ISIN-Vz.: DE0007165631), die unter anderem Labore beliefert und von dem starken Wachsen des Auftragseinganges bei Einwegprodukten aus dem Biopharmazeutika Bereich profitiert.
Neu entwickelte Präparate können in speziellen Fällen auch einer Rohstofffirmen zu einer weltweiten Marktmacht verhelfen. So verfügt zum Beispiel das Bergbauunternehmen I-Minerals (TSX-V: IMA; WKN A0GL9N) über eines der wenigen weltweiten Vorkommen an Halloysit, das der Ausgangsstoff für Ultra Hallopure ist. Zwei deutsche Forschungsinstitute entwickelten erst im letzten Jahr ein neues sehr potentes Wundbehandlungsmaterial dessen Basis Halloysit ist. Für I-Minerals eine ebenso gute Nachricht wie für die schwerverletzten Patienten, bei denen das Mittel zum Einsatz kommt. Hierzu ein interessanter Artikel über den Rohstoff Halloysit.
Die Branche lebt von innovativen Neuentwicklungen, die in einem gigantischen Markt wie der Pharmazie für Startup keine Grenzen kennt. Eine mittelständische Firma aus Esslingen ist ein Beispiel dafür. Amedrix entwickelte mit seinem Chondrofiller ein Kollagenimplantat, in das körpereigene Körperzellen einwandern können. Das Produkt kommt zum Beispiel nach Skiunfällen zum Einsatz, bei denen der Gelenkknorpel beschädigt wurde. Die Methode lässt eine eigene Knorpelmasse heranwachsen und ist eine schonende Alternative zu herkömmlichen operativen Eingriffen wie zum Beispiel der Mikrofrakturierung. Neben Unfällen leiden auch viele übergewichtige Menschen an Knorpelschäden.
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