Das Taxiunternehmen „Uber“ ist wohl eines der prominentesten Beispiele: weltweit sind viele Menschen es mittlerweile gewöhnt, Produkte oder Dienstleistungen mittels einer Telefon-App zu erhalten. Dieser Trend ist nicht mehr aufzuhalten und wird in den nächsten Jahren unser Leben weiter zunehmend verändern. Heute werden schon täglich tausende von Übernachtungen über Apps wie Airbnb gebucht, Bekleidung wird bestellt und ausgeliefert, Autos werden gemietet oder Essen wird nach Hause geliefert.

Das US Unternehmen amazon – bereits führend in der Auslieferung vieler Konsumgüter von Büchern bis hin zu Waschmaschinen – hat im Mai dieses Jahres in Berlin einen neuen Service unter dem Namen Amazon Fresh gestartet. Die Firma verspricht die Auslieferung von frischen Lebensmitteln innerhalb eines zwei Stunden Fensters. Andere Städte werden in Kürze folgen. In München ist dafür bereits ein großes Distributionszentrum fertig gestellt worden.

Tausende von Entwicklern arbeiten an neuen „on demand“ Apps und so wird es in nicht ferner Zukunft möglich sein, fast jede Dienstleistung nach Abruf zu erhalten. Dieser wachsende Markt wird auch kleinen und innovativen Startups die Möglichkeit bieten, sich erfolgreich am Markt zu etablieren. Die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

So kann Schmutzwäsche abgeholt, gewaschen und wieder ausgeliefert werden. Der Friseur oder Handwerker werden via App bestellt und kommen ins Haus, Babysitter oder ein Putzdienst werden einfach und unkompliziert bei Bedarf geordert.

Noch können Anleger kaum in deutsche Unternehmen investieren, die ihr Geschäftsmodell auf diesen Wachstumsmarkt ausgerichtet haben. Das könnte sich in naher Zukunft ändern.

Die Nachrichtenagentur Reuters will aus Insiderkreisen erfahren haben, dass der Börsengang des Berliner Unternehmens Delivery Hero kurz vor dem Börsengang steht. Er könnte schon Mitte Juni 2017 angekündigt werden.

Delivery Hero gehört zu 33% dem Startup Investor Rocket Internet und liefert deutschlandweit Essen aus. Zu den Marken zählen „Lieferheld“, „Foodora“ und „Pizza.de“. Experten gehen davon aus, dass mit dem Börsengang ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro erreicht wird.

Ob es tatsächlich diesen Sommer noch zum Börsengang kommt, hängt allerdings von der Stabilität des Finanzmarktes ab. Ein erfolgreicher IPO wäre wünschenswert. In Deutschland haben in den letzten Jahren viel zu wenig Startups den Gang an die Börse gewagt. Delivery Hero könnte somit die Initialzündung für künftige Börsengänge in Deutschland sein.

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