Scale, das neue Segment für kleine bis mittelgroße Unternehmen an der Frankfurter Börse, scheint sich immer mehr zu etablieren.

Die dort gelisteten Unternehmen konnten seit Anfang des Jahres mit einer durchschnittlichen Kursentwicklung von 24% eine deutlich bessere Performance vorweisen als die Unternehmen im DAX, der seit Anfang des Jahres um 7,2% anstieg.

Und auch der letzte Börsengang an der Scale ist mehr als geglückt. Die Aktie der  Naga Group, welches seit Anfang dieser Woche dort gelistet ist, hat innerhalb von wenigen Tagen um mehr als 500% auf aktuell 13,6 EUR zugelegt. Der Ausgabepreise lag bei 2,60 EUR.

Die Investoren scheinen wieder großes Interesse an und vor allem auch Vertrauen in Nebenwerte zu haben. Jahrelang wurden diese  vor allem von institutionellen Anlegern gemieden.

Der erfolgreiche Naga Group IPO könnte der Grundstein für weitere Börsengänge in diesem Segment sein. In den letzten Jahren wurden kaum welche gewagt oder kurz vor dem angekündigten Termin wieder zurück gezogen.

Dabei gibt es vor allem in Deutschland viele erfolgreich tätige Startups, welche durch den Schritt auf das Aktienparkett an frisches Kapital gelangen könnten. Privaten wie institutionellen Investoren würde dadurch ermöglicht werden, am zukünftigen Erfolg von stark wachsenden Unternehmen zu partizipieren.

Aber auch viele andere bis jetzt wenig beachtete bereits gelistete Nebenwerte dürften  aufgrund des gestiegenen Interesses in Investitionen kleiner Unternehmen wieder in den Fokus von Anlegern gelangen.

Die Naga Group ist ein Hamburger Fintech Unternehmen und wurde 2015 gegründet. Aktuell arbeitet man mit seinen 100 Mitarbeitern an drei mobilen App Projekten, die international zum Einsatz kommen sollen.

Dabei handelt es sich unter anderem um eine Anwendung unter dem Namen SwipeStox; ein soziales Netzwerk für den Aktienhandel. Nutzern wird die Möglichkeit gegeben, Handelsaktivitäten von erfolgreichen Nutzern zu kopieren oder selbst „Handels“-Follower zu generieren.

Der chinesische Finanzinvestor Fosun scheint an das Unternehmen zu glauben und hat in die Naga Group investiert. Nagas Management erhofft sich dadurch auch, einfacher Marktanteile im asiatischen Markt zu gewinnen.

Zudem erhielt die Naga Group mehrere Preise für seine innovative Technologie, unter anderem auch den Red Herring Award.

2016 erzielte die Naga Group einen Umsatz von 2 Mio. und einen Nettoverlust von -3,9 Mio. EUR., Analysten gehen allerdings von stark wachsenden Umsätzen in den nächsten Jahren aus. Profitabel wird das Unternehmen nicht vor 2019.

Etwas Vorsicht in eine Investition scheint also geboten. Die Erwartungen sind hoch.

 

nebenwerte ONLINE Redaktion

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