Auch wenn es einige noch nicht glauben wollen. Wir steuern rapide in eine Welt ohne Bargeld. Zwar werden aktuell weltweit immer noch 85% der Waren mit Cash bezahlt, aber laut „Business Insider“ sollte in den nächsten Jahren bargeldloses Zahlen um jährlich 80% ansteigen und Bargeld mehr und mehr aus den Kassen und Geldbeuteln verschwinden.

Getrieben wird der Trend vor allem durch ein verändertes Konsumverhalten. Immer mehr Produkte werden online erworben und somit mit einer Kreditkarte also bargeldlos bezahlt. Aber auch ständig verbesserte Technologien führen dazu, dass Münzen im Geldbeutel immer unwichtiger werden.

Das Mobiltelefon und die dazu entwickelten Technologien dienen hier als Katalysator. Schon heute aber vor allem in Zukunft wird vieles mit einer Telefon App bezahlt.

Zwar gibt es einige, die davor warnen, das Bargeld abzuschaffen ,aber die Vorteile von bargeldlosem Zahlen überwiegen. Für den Konsumenten ist es vor allem schneller, sicherer und einfacher. Unternehmen müssen müssen weder Cash lagern, transportieren noch zählen. Weniger Bargeld könnte die Kriminalität reduzieren sowie Steuerhinterziehungen bzw. Schwarzgeldzahlungen deutlich erschweren.

Weltweit führend im Bereich bargeldloses Zahlen ist Schweden. Dort akzeptieren viele Geschäfte mittlerweile schon kein Bargeld mehr und die meisten Banken stellen keines mehr zur Verfügung.

Sogar Spenden oder Geld für Obdachlose werden mit der App namens Swish bezahlt. Swish ist eine Bezahl-App im Besitz von sechs schwedischen Banken, mit der es möglich ist, via Handy in Echtzeit zu bezahlen; meist noch zwischen Privatpersonen.

Seit 2009 ist in Schweden das Bargeld in Umlauf um 44% gefallen. Experten rechnen damit, dass das nordische Land schon 2030 ohne Bargeld auskommen wird.Und auch in Deutschland ist bargeldlose Zahlen auf dem Vormarsch.

Allerdings werden aktuell immer noch 80% der Einkäufe mit Cash getätigt. Dies sollte sich aber in den nächsten Jahren deutlich ändern. Ein Zeichen hin zum bargeldlosen Zahlen ist, dass es mittlerweile auch bei Discountern wie Aldi oder Lidl möglich ist, mit Kreditkarte zu bezahlen. Diese hatten sich lange gegen die Einfuhr einer solchen Bezahlmethode gewehrt. Und auch technologische Neuerungen wie kontaktloses Bezahlen an Kassenterminals vereinfachen die Bedienung und erhöhen dadurch den Karteneinsatz.

Deutsche Banken haben damit begonnen, Apps anzubieten, die bargeldloses Zahlen zwischen Personen ermöglichen. So bewirbt die Sparkasse aktuell ihre App Kwitt, mit der es möglich ist, Geld von Handy zu Handy zu verschicken und zwar an jedes deutsche Girokonto.

Die Firmen, welche von diesem Trend profitieren werden sind vor allem große Mobilkartenunternehmen wie Mastercard sein. Aber auch Paypal ein online Bezahldienst dürfte zu den Gewinnern zählen. Auch Nebenwerte dürften Gewinner des Trends sein.

Eines der größeren Firmen aber immer noch ein Nebenwert ist die deutsche Wirecard (WKN: 747206); ein Unternehmen das Lösungen im Bereich mobiles Bezahlen anbietet.

Ein zweites ist GFT (WKN: 580060). Das Unternehmen musste zwar kürzlich eine Gewinnwarnung veröffentlichen, dürfte aber dennoch längerfristig zu den Gewinnern in diesem Segment zählen. Das Unternehmen unterstützt vor allem Banken bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Bei jungen FinTech Unternehmen ist es wichtig, das Geschäftsmodell genauestens zu analysieren. Denn auch große Unternehmen wie Google, Apple, Facebook und Alibaba haben erkannt, dass man mit dem Trend zum bargeldlosen Zahlen viel Geld verdienen kann und arbeiten hier an Lösungen. Aufgrund deren Marktmacht wären diese leicht in der Lage, die kleinen Unternehmen mit ihrer Dienstleistung zu überrollen.

 

 

 

Verfasst von nebenwerte ONLINE Redaktion

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