Bitcoin ist aktuell eines der heißesten Investments des Finanzmarktes. Dessen Preis ist gleichzeitig mit anderen Kryptowährungen wie Ethereum oder Litecon in den letzten Jahren geradezu explodiert. Der Bitcoin stieg innerhalb eines Jahres um sagenhafte rund 600% auf aktuell 4570 USD. In den letzten drei Jahren stieg er sogar um 1000%. Viele Anleger stellen sich nun die Frage, ob sich eine Investition in eine Kryptowährung nach dieser Rally überhaupt noch lohnt.

Erschwert wird die Antwort auf die Frage durch die Tatsache, dass Bitcoins mit gewöhnlichen Methoden nicht bewertbar sind. Bitcoins generieren keinen Gewinn oder schütten eine Dividende aus. Und da der Bitcoin ebenfalls keine einzelne Volkswirtschaft repräsentiert, sondern quasi weltweit gehandelt wird, können auch Modelle basierend auf makroökonomische Variablen nicht hinzugezogen werden.

Konsequenterweise scheiden sich im Bezug zur zukünftigen Bitcoin Entwicklung die Geister. Die Prognosen gehen von einem Wachstumspotenzial von mehreren Hundertprozent bis zu einem Totalverlust aus.

Aufgrund der enorm hohen Volatilität der Bitcoinpreise und der beinahe Unmöglichkeit einen fairen Wert zu bestimmen, gilt aber die goldene Regel: Anleger sollten generell nur so viel investieren, dass Verluste problemlos verschmerzt werden können.

Hier einige Expertenprognosen:

Jamie Dimon, Chef von JP Morgan:

Er glaubt, die Digitalwährung wäre Betrug und eigne sich nur für Mörder und Drogendealer. Dimon prognostiziert, dass die Kryptowährungen in sich zusammenbrechen werde wie im Jahr 1637 die Spekulation auf Tulpenzwiebeln.

Ronnie Moas, einflussreicher US-Analyst (Standpoint Research)

Ronnie erhöhte kürzlich seine Schätzung für den Wert des Bitcoins von 5000 USD auf 7500 USD bis Ende des Jahres. Er vergleicht den Bitcoin mit dem Internet in den neunziger Jahren. Aktuell sei die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen gerade 1/25% der globalen Kapitalisierung von Aktien, Anleihen, Gold und Cash. Moas glaubt, wenn die Kryptowährungen sich etablieren werden, dann sollten sie auf mindestens 2% ansteigen. Dies würde den Wert von Bitcoins nochmal 100fach erhöhen.

Tom Lee, Fundstrat Global Advisor

Lee is ehemaliger Chef Aktienstratege von JP Moran und glaubt, an einen Bitcoin Preis von mindestens 20 000 USD bis 2022. Er glaubt, dass Bitcoins längerfristig Gold als Sicherheitswährung ersetzen. Aktuell sei die Marktkaptialisierung von Gold 130-mal höher als Bitcoins.

Bitval Modell

Ein Bitcoin Valierungs Modell, welches von der Financial Times vorgestellt wurde berechnet den fairen Wert eines Bitcoins auf unter USD 2 200.

Sheba Javari, Goldman Sachs

Eine der führenden weiblichen technischen Strategen von Goldman Sachs glaubt an einen Bitcoinpreis von 4 800 USD bevor er unter 2 500 USD fallen sollte.

Kay Van-Petersen, Saxo Bank

Der Chefvolkswirt der US Bank hatte letztes Jahr für 2017 einen Kurs von 2100 USD vorausgesagt. Damals stand er bei 750 USD. Er glaubt in 10 Jahren an einen Wert von 100 000 USD für einen Bitcoin.

 

 

Verfasst von Nils Glasmachers

Nils Glasmachers ist gelernter Kaufmann und seit dem Jahr 2003 an der Börse engagiert. Er verfolgt seit 2007 intensiv den Rohstoffsektor und hat sich seit dem kontinuierlich im Minensektor weitergebildet. Als Gründer startete er im Juni 2012 das Projekt Miningscout und ist heute als Herausgeber, Redakteur und Veranstaltungsorganisator für die hanseatic stock publishing UG aktiv.

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