Der Hype um Virtual Reality (VR) in war den letzten letzten Jahren groß. Neue VR-Brillen sollten die Art und Weise wie wir auf die Welt schauen und diese erleben revolutionieren. Als letztes Jahr die ersten VR-Brillen in ersten substantiellen Stückzahlen auf den Markt kamen, war die Erwartungen der Hersteller groß. Doch die Kundenannahme ist bis jetzt noch bescheiden.

Das Marktforschungsunternehmen Canalys gab bekannt, dass 2016 gerade einmal weltweit 2 Millionen VR-Geräte verkauft worden sind. Und auch 2017 ist es bis jetzt zu keinem Kaufboom gekommen. Im Alltag spielen die neuen 360 Grad Brillen noch kaum eine Rolle. Viele potenzielle Konsumenten haben das Produkt weder selbst getestet oder im Alltag überhaupt gesehen. Und auch in den Elektrogroßmärkten sind die Brillen kaum auffindbar.

Dabei wurde Virtual Reality doch als nächste große Innovation angekündigt und Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, sprach sogar davon, dass die VR Brillen Teil des täglichen Lebens von Milliarden von Menschen werden. Davon ist allerdings noch nichts zu sehen.

Warum ist die Nachfrage aber bis jetzt so gering und die Verkaufszahlen so niedrig?

  • Der Preis – VR-Brillen sind nicht günstig und der Käufer muss einiges an Geld in die Hand nehmen, um die neue Technologie verwenden zu können. Mindestens 550 EUR muss ein interessierter Käufer aufwenden, um allein die Brille zu kaufen. Zudem funktioniert das Gerät nur in Kombination mit einem teuren und vor allem relativ neuen Desktop. Dies zwingt zu eventuellen Zusatzinvestitionen. Auch bei VR-Brillen, die zum Beispiel direkt in Spielkonsolen eingesteckt werden, sind Zusatzausgaben von ungefähr EUR 400 notwendig. Viele Spieler scheuen sich vor dieser Geldausgabe.
  • Die Anwendungsmöglichkeiten – In der Theorie spricht man von unendlich vielen Anwendungsmöglichkeiten. So sollen VR Brillen zukünftig den Arztbesuch unnötig machen, Lehrer könnten „virtuellen“ Unterricht im Wohnzimmer geben, potenzielle Immobilienkäufer könnten sich ihre zukünftige Wohnung schon vorab detailliert zu Hause anschauen und so weiter. Allerdings wurden die wenigsten dieser Möglichkeiten in die Realität umgesetzt. Bisher sind hauptsächlich nur Spiele für VR-Brillen auf dem Markt. Zwar ist die Größe des Spielemarktes nicht zu unterschätzen, doch ist er auch irgendwie nur eine Nische.
  • Die Werbung/Marketing – Bisher haben die Hersteller der Brillen wenig in Werbung oder Marketing investiert. VR-Brillen sind somit kaum im Sichtfeld der Gesellschaft.
  • Technologie – Zwar funktionieren die Brillen bisher zufriedenstellend, sind aber für einige Bereiche noch nicht ausgereift genug. Immer wieder kam es zu Verzögerungen bei der Einführung, dies aufgrund von technischen Unzulänglichkeiten der Produkte. Experten rechnen damit, dass erst in fünf Jahren die Technik soweit ausgereift sein wird, um die Erwartungen der breiten Öffentlichkeit zu erfüllen.

Als Luftnummer würden wir Virtual Realtiy nicht bezeichnen. Viele Firmen beschäftigen sich weiterhin mit ihrer Entwicklung und der Ausreifung der Produkte und einer Erweiterung der möglichen Einsatzgebiete. Allerdings ist die bisherige Durchdringung weit geringer als vor Jahren angenommen. Wir glauben allerdings, dass mittelfristig Virtual Reality ihren Einzug in den Alltag finden wird. Die VR Brillen sollten günstiger werden und die Anwendungsmöglichkeiten größer.

Auf  Unternehmensseite werden vor allem die großen Firmen wie Facebook, Apple, Google und Softwarefirmen davon profitieren dürfen. Aber auch innovative kleine Unternehmen – hier vor allem aus dem Softwarebereich – sollten mit Virtual Reality erfolgreich längerfristig Profit schlagen können.

nebenwerte ONLINE Redaktion

Verfasst von nebenwerte ONLINE Redaktion

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