Technologie wird immer mehr zu einem Thema für die Massen. Die Zeiten, in denen innovative Neuerungen lediglich auf einige wenige Sektoren beschränkt waren und sich Anleger der „Old Economy“ über Zukunftsthemen kaum Gedanken machen mussten, sind vorbei. Dieser Meinung ist auch das US-Rohstoffunternehmen Hecla Mining (WKN: 854693) und bekennt sich zur technologischen Revolution. Darin, so das Unternehmen, stecke die Chance auf künftiges Wachstum. Der Rohstoffsektor selbst stehe laut Hecla Mining am Wendepunkt.
Um den neuen Herausforderungen begegnen und auch künftig wachsen zu können, strebt Hecla Innovationen in den Bereichen Produktivität, Rentabilität und Sicherheit an. Neue Technologien würden dabei eine zentrale Rolle spielen, so Hecla-CEO Phillip Baker in einem Interview am Rande der diesjährigen Hauptversammlung. Während das Heap-Leach-Verfahren in den 1970er Jahren den Abbau von Gold revolutioniert habe, stehe der Sektor heute vor einem ähnlichen Umbruch. „Wer diesen Wandel verschläft, wird außen vor bleiben“, betont Baker.
Batterie-Technologie reduziert Diesel-Abgase
Um neue Technologien in den Alltag eines Rohstoffproduzenten einfließen zu lassen, will Hecla verstärkt auf die eigene langjährige Erfahrungen setzen. Das Unternehmen betreibt einige Minen mit langer Laufzeit und sieht insbesondere in der Verbesserung der Effizienz und der Senkung der Kosten große Chancen für sich. Um dies zu erreichen, investiert das Unternehmen gezielt in neue Technologie. Beispielsweise ist Hecla Mining an der Finanzierung eines Geräts beteiligt, das ähnlich wie beim Tunnelbau Gestein schneidet und nach hinten auswirft. Ein solches Gerät könnte dauerhaft betrieben werden und die Produktionsbedingungen verbessern. Zwar werden Ergebnisse erst in drei Jahren erwartet, doch ist sich Baker bewusst, dass es mitunter eine Zeit dauert, bis sich technologische Verbesserungen konkret auszahlen können.
Neben schwerem Gerät zum Gesteinsabbau treibt man bei Hecla auch mehrere kleinere Innovationen voran. So sorgen automatisierte Fahrlader dafür, dass es während Schichtwechseln nicht zum Stillstand der Produktion kommt. In einer anderen Mine kommt sogar Gerät zum Einsatz, das statt mit Diesel mit Strom betrieben wird, um die Anforderungen an die Belüftung gering zu halten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dazu ist moderne Batterietechnologie notwendig, die wiederum auf Lithium und Kobalt angewiesen ist. In den vergangenen Monaten haben Unternehmen von potenziellen Förderern dieser kritischen Rohstoffe, wie beispielsweise Pilbara Minerals (WKN: A0YGCV) mit ihrer weltklasse Lithium-Liegenschaft Pilgangoora in Westaustralien, die Aufmerksamkeit zahlreicher Anleger auf sich gezogen.
Mitarbeiter bringen Erfahrungen ein
Um sinnvolle Innovationen voranzutreiben, setzt Hecla auch auf Anregungen aus der eigenen Belegschaft. Viele Bergarbeiter würden dem Unternehmen seit vielen Jahren die Treue halten und hätten neben einer großen Erfahrung im tagtäglichen Betrieb auch schon zahlreiche technologische Neuerungen begleitet. Dieses Wissen will das Unternehmen bei der Beurteilung neuer Technologie nutzbar machen und hat bei der Belegschaft schon eine Offenheit gegenüber technologischen Neuerungen identifiziert. Die Kultur nach vorne zu blicken und Verbesserungen aktiv zu gestalten, ist damit endgültig in der „Old Economy“ angekommen. Kleine Unternehmen und Zulieferer, die sich auf Innovationen spezialisiert haben oder kritische Metalle fördern, werden von diesem Kulturwandel profitieren.
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